Nichts ist langweiliger als ein strahlender Held ohne Schwächen: Ein Charakter, der schon alles erreicht hat was er möchte und dazu noch keinerlei Vergangenheit hat. So ein Charakter bietet dem Spielleiter nicht den geringsten Anknüpfungspunkt - wenn er ihn zu etwas motivieren möchte, dann muss er ihn massiv bedrohen oder ihm einfach keine Wahl lassen. Beides keine guten Vorraussetzungen für einen angenehmen Spielabend. "GOLD" als einzige Motivation ist ebenso langweilig wie einfallslos. Also Spielleiter sollte man daher seine Spieler bei der Charaktererschaffung zu etwas Arbeit motivieren. Die Mühe zahlt sich hinter für die ganze Runde aus.
Charaktere brauchen Ziele
Ein Charakter mit persönlichen (schwer zu verwirklichen Zielen) ist hingegen ein wahres Geschenk für jeden Spielleiter. Hier kann der Spielleiter den Helden positiv motivieren - und diesen im Anschluss auch wirklich belohnen, indem er ihn seinem Ziel ein Stückchen näher bringt. Ein weiterer Vorteil: Das Abenteuer dreht sich auf einmal um den Helden - dieser wird vom belibigen Helden zum wesentlichen Bestandteil des Abenteuers.
Charaktere brauchen Vergangenheit
Ein weiterer Anknüpfungspunkt für spannende Geschichten, die sich um den Charakter drehen, ist seine Vergangenheit. Entscheidend sind hierbei vor allem Familie, Freunde und Feinde. Aber auch wichtige Orte oder Geschehnisse aus der Vergangenheit können einen guten Anknüpfungspunkt liefern.
Charaktere brauchen Schwächen
Ein weiterer entscheidender Punkt sind die Schwächen eines Charakters. Auch wenn es aus Sicht des Spielers erst einmal nachteilig erscheint - für das allgemeine Spielvergnügen ist es sehr förderlich, wenn jeder Charakter ein kleines dunkles Geheimnis hat, oder einfach nur Angst vor bestimmten Dingen. Hier gibt man dem Spielleiter die Möglichkeit Druck auf den eigenen Charakter auszuüben, ohne gleich schwere Geschütze auffahren zu müssen.